2018 – oder: Was war das denn? o.O

Hi.
Setzt euch. Keks? Kaffee? Tee?
Lasst uns mal über die letzten 12 Monate reden.

Was war das denn?
Wie lang kann ein Jahr sein?

Es gab in 2018 olympische Spiele. Habt ihr das auch vergessen?
Ich musste nachsehen, weil ich es nicht glauben konnte, dass mir das – selbst bei meinem sportlichen Desinteresse – so krass aus der Erinnerung geflutscht ist.

Ansonsten sitze ich hier und versuche zu verstehen, womit dieses Jahr vergangen ist.
Mit einem jedenfalls nicht: Schreiben. Ugh.

Anfang des Jahres hatte ich es ja endlich geschafft, die Jahresrad-Novellen mit dem letzten Band ‚Feentor‘ zu vervollständigen. Yay.
Dann musste ich den Sammelband machen, Prints bestellen, die LuxCon war. Oh, genau die ganzen Aufregungen mit der DSGVO waren ja auch in diesem Jahr. Panik allerorten! Weltuntergang! Blogs haben links und rechts die Waffen gestreckt …

Zwischendurch hatte ich angefangen, an einer neuen Adyrageschichte zu schreiben.
Das ging soweit ganz gut und dann war die Luft raus.

Der Schuldige war flott gefunden: Die Social Media und der tägliche Tsunami an Posts von Leuten, die alle jeden Tag mindestens ein Buch veröffentlichen.
Well, es hat sich zumindest für mich so angefühlt und mich in eine Stimmung versetzt, in der mir die Lust ganz rapide vergangen ist. Da war erst einmal Flaute.

In der Flaute sind dann familiär ein paar nicht schöne Dinge passiert. :(
Es gab Todes- und Krankheitsfälle und so etwas perlt halt nicht einfach an einem ab.
Ebenso versetzt es einen nicht gerade in eine super-kreative Stimmung.

Nun, mich jedenfalls nicht. Ich gebe es zu, ich bin so ein richtiger Autoren-Waschlappen. Ich kann nur schreiben, wenn es mir gut geht. Sobald etwas nicht stimmt – zack! Da versiegen die Quellen.
Irgendwann im … Sommer? dachte ich dann, komm, du schreibst jetzt einfach mal mit so einer Idee, die du da hattest, wild drauflos.

Das hat geklappt. Es kamen sehr schnell 50 000 Wörter für den Urban Fantasy Roman zusammen.
Doch auch danach machte es aus unerfindlichen Gründen ‚Poof!‘ und die Luft war sowas von raus. Das Überarbeiten … argh. Ich meine, Überarbeiten ist ja meistens kein Tag am Strand, aber ich hab mich noch selten so sehr gequält.

Und seitdem hab ich einfach nichts mehr wirklich angefasst.
In dem Augenblick, in dem ich mein Schreibprogramm öffne: Petrificus Totalus.
Den NaNoWriMo hab ich königlich in den Sand gesetzt, das GYWO-Jahr (get your words out mit einer Verpflichtung 200 000 Wörter zu schreiben) ebenso.

Nein, es ist kein ‚writer’s block‘.
Es ist einfach ein … Ugh, ich krieg es nicht auf das virtuelle Papier Block. Wenn das Sinn macht.
In den letzten Wochen bin ich beinah jeden Tag mit dem Vorhaben aufgestanden ‚Heute aber. Heute fängst du wieder an zu schreiben.‘ Und dann war es Zeit ins Bett zu gehen. Das hab ich dann mit dem Gedanken ‚Morgen aber. Morgen fängst du wieder an.‘ getan.

Jaaaa, das hat nicht so gut geklappt bisher.
Ich will jetzt nichts verschreien. Aber vielleicht seh ich jetzt allmählich wieder Land? Möglicherweise schaffe ich es, in den nächsten Tagen, das Schreibprogramm nicht nur zu öffnen, sondern auch was zu – GASP! – schreiben?

Weil eigentlich … ich will das?
Ich möchte euch mehr von Adyra erzählen und ich will euch supergern Cassandra von Darckstein vorstellen. (Ja, mir war es grade wurscht. Die kriegt so einen Hammer-Klischee-Namen.) Und ich würde an und für sich auch wirklich sehr, sehr gerne die Gwindtera-Reihe vervollständigen, was bedeutet ‚Feuerblut‘ zu schreiben (vermutlich zwei Bände), einen Roman der die Vorgeschichte der Götter erzählt (besonders Cruartan, in den anderen Büchern sind ja ein paar Dinge angedeutet, die einen auf die Herkunft schließen lassen könnte), das sollte ein fettes Buch werden, und mir steckt schon so lange Tamahs Geschichte im Kopf. Die Leichentuchweberin, denn da geht definitv noch mehr vor.

Aber das ist viel.
Ganz davon abgesehen, dass ich immer noch Laryns Höllenfahrt Story zum Buch zu machen hätte und eine echt lustige Idee habe, die – wie das Einhorn – in Panagrapa spielen würde und ebenfalls spaßig wäre.

Ihr seht also, Ideen sind nicht das Problem.
Vermutlich bin ich einfach zu disziplinlos? Das ist möglich.
Vielleicht reichen an manchen Tagen auch einfach meine Löffel nicht. Das kann auch gut sein.

Ich glaube ja nicht, dass das Umblättern auf ein neues Kalenderjahr irgendwas frischer oder besser macht, es ändert sich ja nichts, aber ich hoffe schon sehr, dass ich mich in den nächsten Wochen wieder auf die Reihe bekomme und etwas von den geplanten und angefangenen Sachen fertigbekomme.

Gut, das war das.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich bin euch eine Erklärung schuldig.  :)
Und das war sie. Oder auch nicht. Aber das ist halt, was passiert ist und wo ich im Augenblick stehe.

Ich wünsch euch eine schöne Woche und eine nicht zu hektische Adventszeit.

(Kommentieren geht wieder. Ihr könnt selbst entscheiden, was gespeichert werden soll.)