RingCon zum Letzten – Manu Bennett

Ich gestehe jetzt was: Ich bin überhaupt nicht der Star- oder Heldenverehrer.
Ja, es gibt Filme und Serien, bei denen ich Fangirl-Anfälle bekomme und einzelne Charaktere, die ich fantastisch finde. Und ja, es gibt auch Schauspieler, die ich mag und gerne sehe oder, sind wir ehrlich, einfach nur heiß finde. Aber ich hab nie diese Vermischung verstanden, die in den Köpfen mancher Leute passiert.

Ich denk immer nur: Ey, das sind ganz normale Leute, die ihren Job machen.
Und dann frag ich mich, ob das für diese Leute nicht irgendwo tierisch nervig ist, wenn sie mit den Charakteren, die sie spielen gleichgesetzt und verwechselt werden.

Anyhoo…. das als Erklärung, warum es mich persönlich jetzt nicht zu solchen Sachen zieht wie Photoshoots, Autogrammstunden und auch Panels. Eines hab ich dann aber trotzdem gesehen und fand es klasse.

mit freundlicher Genehmigung von Anna Pyzalski - The Anna Diaries

mit freundlicher Genehmigung von Anna Pyzalski – The Anna Diaries

Manu Bennett kennt ihr aus ‚Spartacus‘, ‚Arrow‘ und wisst vielleicht auch, dass er – per Motion-Capture natürlich – Azog in den Hobbit-Filmen spielt. Und seit dem Panel kann ich nur sagen, er ist ein cooler Typ mit Tiefgang. Das merkt man ja an einem Menschen und bei ihm ist da definitiv was dahinter. Extrem sympathisch.

Lustig auch. Er hat den Panel-Saal zum Nationalhymnen-Singen gebracht, was man als Deutscher ja eher leicht unangenehm findet. Doch eigentlich hat er ja recht. Es ist eine schöne Hymne, die von Einigkeit und Glück handelt. Und wenn wir schon bei Musik und Botschaften sind, hat er auch noch den ganzen Saal eine Haka machen lassen. (Naja, gut die Anfänge einer Haka, weil zu mehr hätte es auf die Schnelle wohl kaum gereicht.) Dennoch ist ein ganzer Saal voller Leute, die ‚Ka mate, ka mate – Ka ora, ka ora‘ gröhlen, durchaus beeindruckend.

Dann kam eine Fragerunde, jemand hat einen Luftballon-Crixus gemacht und ihm geschenkt (sehr cool), Fragen zur Arbeit als Schauspieler wurden auch beantwortet. Wie weit ein Schauspieler z.B. Einfluss auf die Darstellung seines Charakters hat, wie gefährlich echte Waffen am Set sein können und solche Dinge. Eine Frage über Cons hat mir sehr gut gefallen. Ob es einen Unterschied zwischen Cons hier und sonstwo auf der Welt gibt. Und Bennett hat geantwortet: ‚Beautifully not‘. Selbst bei einer Con in einem arabischen Land, die von Frauen in tiefer Verschleierung besucht wurde, verbindet das Fandom die Menschen.

Und das finde ich genial.
Es bestärkt mich in meinem festen Glauben, dass die Träumer und Spinner, die Leute, die Welten in ihren Köpfen tragen, dass die definitiv die Welt besser machen.

Das war es also von der RingCon 2014 aus meiner Feder. Als wir das Maritim verließen, da haben wir noch das hier gesehen. Ein perfekter Abschluss.

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Und damit kehren wir zurück zum regulären Blogprogramm. :D

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